manchmal, wie jetzt gerade zu diesem augenblick- genieße ich mein leben, ich freue mich ich bin wunschlos glücklich. für diesen moment. die menschen, die mich glücklich machen, wissen wie und waren nach langem erfolgreich. ich fühle mich schön, nett und erfüllt. so als hätte ich gerade als ente einen großen schritt zum schönen schwan gemacht. ich bin völlig schwerelos. und meine gedanken drehen sich nur um unwichtige dinge, mit denen ich mein leben verschönern könnte. ich habe heute genascht bis zum morgen und es war schön, einmal sorgenfrei zu sein. man, wie ich diese Schlemmertage liebe ; alle zwei wochen darf ich an einem tag essen soviel und was ich möchte. naja, ein schlechtes gewissen habe ich schon, aber mit seinen freunden zu lachen, zu naschen, zu backen, zu kochen und zu springen- dafür wäre mir jeder kilo wert, fast.
ich habe mir vorgenommen kein eis mehr zu essen. es macht mich noch fetter. aber jetzt kriege ich so langsam oder sicher ein sehr, sehr schlechtes gewissen. wieso hatte ich mich nicht besser unter kontrolle? gibt man mir den kleinen finger, nehme ich sofort die ganze hand. wieso, wieso musste ich diese situation so ausnutzen? ich habe doch nur darauf gewartet meine hart erkämpften, geschmolzenen kilos, eher gramms wieder zu vervielfältigen. wie ekelhaft ich bin. ich habe immer noch gute laune. ich smile gerade, sogar. und diesmal nicht nur zum vorschein.
hach ja, hätte ich einen besseren stoffwechsel. aber wenigstens habe ich freunde, die mich lieben, mit denen ich lache - mit denen ich weine, die mir mein leben verschönern. und ist das nicht das wichtigste?
ich meine, wenn ich bei meinem anblick kotzen muss, dann nicht bei meinen liebsten. solange sie mich noch nicht verabscheuen, kann ich doch froh sein.
irgendwann werde ich es schaffen, dann brauche ich keine angst zu haben, von meinen liebsten verabscheut zu werden. aber was ist mit den anderen? die, die mich beschimpfen, die mich mobben, die mich hassen, die über mich lästern? was ist mit denen, von denen ich dachte, sie mögen mich, aber hinter meinem rücken haben sie geredet? so viele können nicht falsch liegen. also muss ich noch schneller abnehmen.
ich werde alles tun. dieser monat wird mein kampf, der kampf, mich selber zu besiegen. ich kann nur hoffen, dass ich stark genug werde. falls ich es nicht schaffen werde, falle ich wieder. ich habe zwar große angst vorm fallen, aber umso mehr angst, wieder hochzuklettern. ich hänge am seidenen faden, dass was ich mir so hart aufgebaut habe, droht zu kippen. das einzige was zählt ist ; selbstdisziplin.
und ich weiß schon, wie ich sie mir eintrichtere.
ich habe mir da schon etwas ausgedacht, und wenn ich dieses mal falle, versage, dann ist mein leben nichts mehr wert. ich darf nicht fallen. fallen.

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